Gemütliche Küche planen: Tipps zum Einrichten einer Wohlfühlküche

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Die Küche ist zum Kochen da. Doch ist sie so viel mehr als nur ein Arbeitsraum. Sie ist ein Ort der Begegnung, ein Ort der Kommunikation. Ein Ort, an dem man gemeinsam genießt und lacht. Als einer der wichtigsten Räume des Hauses ist sie maßgeblich dafür verantwortlich, wie wohl Du Dich daheim fühlst.

Doch was genau macht eine Küche gemütlich? Wie kannst Du Deine neue Küche so gestalten, dass sie dieses wohlige Gefühl der Gemütlichkeit hervorruft, das die Dänen Hygge nennen?

Mit den Tipps in diesem Artikel wird selbst aus einer kalt und steril wirkenden Küche im Handumdrehen der Raum, in dem sich alle gerne aufhalten.

Küche "Viva Frida"
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Setze auf offene Regale statt auf geschlossene Schränke

Verstecke nicht alle Deine Kochutensilien hinter Schranktüren. Eine leere Küche wirkt leblos und steril. Zeig stattdessen lieber, was Du hast und wer da in Deiner Küche haust. Eine gemütliche Küche hat vor allem eines: Charakter und Persönlichkeit.

Kellen und Pfannenwender kannst Du hervorragend in Tonkrügen aufstellen. Lass auch die Gewürze nicht in der Schublade verstauben, sondern stelle sie im schicken Gewürzregal aus. Benutze einen Messerblock, um die wichtigsten Kochmesser stilvoll zu präsentieren. Selbst Pfannen machen in der Reihe am Haken hängend oft eine erstaunlich gute Figur.

Nutze den Platz, den Dir Deine Wände bieten: Statt auf Wandschränke kannst Du auch auf Wandregale setzen. Auf solchen Regalen kannst Du in dekorativen Gläsern oder Dosen wichtige Zutaten wie Reis, Haferflocken oder Nudeln unterbringen.

Oder wie wäre es mit einem Regal für heiße Getränke? Kaffee, Tee und Kakao sind so immer griffbereit. Auch Deine Lieblingstassen finden hier ein Zuhause. Und das gute Geschirr macht sich auf dem Regal oder in der Vitrine sowieso immer gut.

Dieser Tipp gilt übrigens auch für Küchengeräte und Maschinen. Warum den schicken Mixer aus Edelstahl in den Schrank stellen, wenn Du ihm auch einen Platz auf der Theke spendieren kannst? Auch Toaster und andere Geräte können durchaus als Deko dienen. Manchmal zahlt es sich auch optisch aus, nicht auf die billigsten Plastikteile zu setzen.

Ein bisschen Farbe muss sein

Ganz ähnlich wie eine leere Küche wirkt auch eine farblich einheitlich gehaltene Küche schnell eintönig und leblos. Deswegen solltest Du bei der Auswahl Deiner Küchen-Accessoires darauf achten, dass diese nicht alle ebenfalls nur rein weiß oder schwarz gehalten sind.

Bring etwas Farbe in den Raum! Geschirrtücher können mit bunten Mustern für Abwechslung sorgen, Vorratsdosen mit farbenfrohen Motiven Akzente setzen.

Die Farbauswahl spielt auch schon ganz zu Anfang der Küchenplanung eine Rolle. Willst Du die Küchenwände wirklich nur weiß streichen? Wie wäre es mit einem schönen erdigen Ton oder mit einer Pastellfarbe, die dem Look der Küchenzeile schmeichelt? Die Wandfarbe hat einen riesigen Einfluss darauf, welche Wirkung eine Küche auf die Menschen entfaltet, die sie benutzen. Müssen es unbedingt die rein weißen Schrankfronten sein oder wären auch etwas anregendere Farben eine Option?

Mit Pastellfarben und Erdtönen kannst Du bei der Farbauswahl übrigens nicht viel falsch machen. Was alle diese Farben gemeinsam haben, ist, dass sie alle recht viel weiß oder grau enthalten. Das macht sie zu unkomplizierten, neutralen Farben, weswegen sie sich fast beliebig kombinieren lassen. Trotzdem solltest Du es mit der Anzahl der Farben auch nicht übertreiben. Am besten suchst Du Dir zwei bis drei gut harmonierende Farben aus, die Du für Deine Küche als Farbschema verwendest.

Eine gesättigtere Farbe wie ein intensives Blau oder Rot als Kontrast zur dominierenden Farbe der Küche zu verwenden, kann auch manchmal sehr gut aussehen. Dabei solltest Du Dich aber im Zweifelsfall lieber von einer Spezialistin beraten lassen. Denn satte Farben können sich auch schnell beißen oder schräg wirken, was die Küche nicht gerade wohnlicher macht.

Naturmaterialien wirken lebendig

Wenn Du schon einmal in einer Blockhütte oder einem Holzhaus warst, dürfte Dir nicht entgangen sein, wie warm und heimelig Holz wirken kann. Holz sieht nicht nur gut aus, es fühlt sich auch toll an und kann sogar einen äußerst angenehmen Geruch verströmen. Den wärmenden Effekt von Holz kannst Du Dir natürlich auch in Deiner Küche zunutze machen.

Wie wäre es beispielsweise mit einem Tisch aus Echtholz für die Küche? Auch als Regal, Schneidebrett oder Bilderrahmen macht sich Holz gut. Ein Fußboden aus Parkett oder Laminat in Holzoptik ist eine Überlegung wert.

Auch andere Naturmaterialien geben einer Küche Charakter. Stein kann als Arbeitsplatte oder als Fußboden Einzug halten. Geflochtene Stühle und Körbe sind eine gute Ergänzung zu Massivholz. Krüge und Schalen aus Ton sorgen für einen Hauch von Erde.

 

Die passende Beleuchtung für jeden Anlass

Die richtige Beleuchtung sorgt für Stimmung in der Küche. Hier gibt es nicht die eine Lampe, die für alle Situationen geeignet ist. Neben einer hellen Deckenleuchte solltest Du auch gemütlicheres Licht einplanen. Eine separate Beleuchtung der Arbeitsplatten ermöglicht es Dir, genug Licht fürs Kochen zu haben, während Deine Liebsten am Esstisch abends nicht geblendet werden.

Besonders praktisch sind Lampen, die eine Dimmfunktion haben oder sogar die Möglichkeit bieten, die Farbe des Lichts zu variieren. Das kann in Form einer Stehlampe sein oder auch als Wandleuchte an der Wand neben dem Tisch. Und wenn Du es ganz klassisch oder romantisch magst, bieten sich Kerzen oder Laternen an, die Du bei Bedarf entzünden kannst. Sie sorgen für ein sehr warmes, einladendes Ambiente.

Vergiss die Deko nicht!

Eine gemütliche Küche braucht eine passende Deko. Fensterschmuck macht aus gewöhnlichen Fenstern schnell einen Hingucker. Pflanzen lockern nicht nur das Wohnzimmer oder das Büro auf, auch in der Küche kannst Du sie platzieren. Sie können die Fensterbänke zieren und sorgen so für ein kleines Stück mehr Privatsphäre, ohne den Raum unnötig zu verdunkeln.

Wenn Du Kräuter oder andere Nutzpflanzen verwendest, schlägst Du damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie sehen nicht nur hübsch aus, sondern geben den Mahlzeiten eine Frische, die man sonst nur im Restaurant bekommt. Besonders gut eignen sich für den Anbau auf der Fensterbank beispielsweise Schnittlauch, Kresse oder Petersilie. Und frisches Basilikum aus dem eigenen Topf auf der Fensterbank verleiht besonders Deinen italienischen Gerichten das gewisse Etwas.

Schöne Landschaftsbilder kannst Du nutzen, um eine zu leer wirkende Wand zu dekorieren. Oder wie wäre es mit einem pfiffigen Typografieposter, vielleicht sogar selbstgemacht? Auch Kränze eignen sich hervorragend als Wandschmuck.

Weitere Tipps für eine gemütliche Küche

Kombiniere Landhausstil und Moderne: Moderne Einbauküchen wirken für sich allein genommen manchmal ein wenig kühl. Sie haben oft kaum Verzierungen und setzen optisch eher auf Minimalismus, der die Küche stets aufgeräumt aussehen lässt. Um einer solchen Küche mehr Leben einzuhauchen, kannst Du Elemente verwenden, die eher zum traditionellen Landhausstil passen. Und auch andersherum kann eine solche Combo sinnvoll sein: Eine alte Küche kann durch moderne Akzente aufgefrischt werden.

Küche "Moderne Tradition"
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Nutze Gegenstände mit sentimentalem Wert als Deko: Fotos Deiner Liebsten kannst Du natürlich auch in der Küche aufhängen. Auch andere Deko-Gegenstände, mit denen Du Erinnerungen verbindest, kannst Du in der Küche platzieren. Solche Gegenstände geben einer Küche eine persönliche Note und einen Extra-Kick in Sachen Wohlfühlfaktor.

Verwende Stoffe und Textilien: Verwende Gegenstände aus Stoff, um für eine Extraportion Gemütlichkeit zu sorgen. Harte Holzstühle werden durch passende Polster bequemer und die Polster können zusätzliche Farbe in Deine Küche bringen. Hübsche Vorhänge an den Fenstern lassen diese weniger kahl wirken.

Verziere die Küchenfliesen: Einfarbige weiße oder graue Küchenfliesen sind vielleicht praktisch, machen jedoch nicht viel her. Wusstest Du, dass Du sie durch entsprechende Aufkleber optisch aufpeppen kannst? Tatsächlich gibt es genau zu diesem Zweck Fliesenaufkleber mit diversen Mustern und Motiven.

Stelle eine Tafel oder Pinnwand auf: Manchmal fällt einem beim Herumwirbeln in der Küche auf, dass etwas fehlt und beim nächsten Einkauf auf die Einkaufsliste gehört. Für diese Momente ist eine kleine Kreidetafel eine tolle Lösung, die darüber hinaus auch noch an jeder Wand echt was hermacht. Darüber hinaus kann auch eine Pinnwand für Zettel und Lieferdienstprospekte sehr sinnvoll sein.

Benutze hübsche Etiketten: Vorratsgläser sind an sich schon eine gute Idee und taugen auch als Deko. Wie wäre es aber, wenn Du Deine Gläser mit selbst gestalteten oder gekauften Etiketten versehen würdest? Ein hübsches Etikett kann aus einem normalen Einmachglas fast schon ein Stück Kunst machen.

Kochbücher als Deko: Du lagerst Deine Kochbücher im Wohnzimmer? Warum eigentlich? Schnappe Dir die schönsten Exemplare aus Deiner Sammlung und stelle sie stattdessen in der Küche auf einen freien Platz auf der Arbeitsplatte oder auf eines der Regale. Bleiben die Bücher nicht von allein aufrecht stehen, besorge Dir passende Buchaufsteller oder lehne die Bücher an einen anderen Gegenstand.

Obst bringt Farbe in die Küche: Eine große, gut gefüllte Obstschale ist nicht nur gut für Deine Gesundheit, sondern macht auch als Deko einiges her. Die unterschiedlichen Obstsorten sorgen für ein bisschen mehr farbliche Abwechslung in der Küche und verbreiten einen angenehm fruchtigen Geruch.

Tabletts und Kisten bringen Ordnung: Verwende hübsche Tabletts oder Kisten, um zusammengehörige Gegenstände zu kombinieren. So sorgst Du für eine aufgeräumte, gut durchorganisierte Küche, die trotzdem nicht langweilig aussieht.

Stelle Deine Sammlung zur Schau: Du sammelst Tassen oder Eierbecher? Perfekt! Dann präsentiere diese doch auf einem dekorativen Wandregal in Deiner Küche. So füllst Du die Küche nicht nur mit Dingen, die Du liebst, sondern gibst Deinen Gästen auch etwas Interessantes zum Angucken, während sie auf Ihren Kaffee warten.

Küche "Feuer und Flamme"
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